Die Hammond-Orgel

Hammond-Orgel Innenleben

Die Hammond-Orgel wurde nach ihrem Erfinder Laurens Hammond benannt und ist eine elektromechanische Orgel, die ursprünglich als Ersatz für die Pfeifenorgel gebaut wurde, weil sie preisgünstiger war. Als Ersatz konnte sie sich jedoch nicht etablieren. Vielmehr wurde sie zu einem populären Instrument, das ab den 1960er Jahren aus der damaligen populären Musik nicht wegzudenken war. Ihr Werdegang begann in der Gospel-Musik und schritt durch Genres wie Rock, R'n'B, Soul, Funk, Ska, Reggae und Fusion.

Der Aufbau und die Tonerzeugung

Es gibt zwei Modelltypen: Das Konsolenmodell und das Spinettmodell, die sich in ihrer Bauart unterscheiden und dadurch unterschiedliche Klänge erzeugen. Der Aufbau mit zwei Manualen und Pedal war gängig, der Tonumfang jedoch unterschiedlich. Das Hauptwerk (Great) und das Schwellwerk (Swell) sind der Pfeifenorgel entnommen, ebenso wie der generelle Aufbau mit zwei Manualen und Pedal. Der Tonumfang unterscheidet sich.

Im Jahr 1920 baute Laurens Hammond einen Wechselstrom-Synchronmotor und suchte nach weiteren Anwendungsmöglichkeiten, sodass er nach einigen Experimenten im Jahr 1934 ein Patent beantragte. In den 1960er und 1970er Jahren wurde das Modell B3 in Kombination mit einem externen Leslie-Lautsprechersystem gebaut.

Der Ton entsteht im Generator – angetrieben durch einen Synchronmotor – in dem Tonräder mit einem gewellten Rand vor elektromagnetischen Tonabnehmern rotieren. Es entsteht eine Wechselspannung in Form einer sinusähnlichen Schwingung, die durch einen Verstärker den Ton erklingen lässt. Sinusschwingungen werden über wellengetriebene Zahnräder erzeugt, die die Schwingungen in Tonabnehmer erzeugen. Jeweils ein Rad existiert für jede harmonische Schwingung. Das Motion Sound System erklingt durch die rotierenden Lautsprecher als Dopplereffekt und erzeugt das charakteristische Jammern. Der Federhall verleiht den Hammond-Orgeln mehr Räumlichkeit.

Wenn zwei Töne mit leicht unterschiedlichen Frequenzen eine Schwebung erzeugen, entsteht der Choruseffekt. Bei Hammond-Orgeln wurde dieser Effekt um 1940 erreicht, indem man einen zweiten, leicht verstimmten Tongenerator einbaute. Er nannte sich Chorus-Generator. Die Frequenzen dieses zusätzlichen Generators wurden mit denen des Hauptgenerators überlagert. Später wurde er durch das leichtere Scanner-Vibrato ersetzt, das aus einer analogen Verzögerungsleitung besteht. Phaser, Ringmodulator und Flanger sind weitere Effekte.

Die Percussion

Durch das Erklingen und schnelle Abklingen einer Fußlage ist auf dem oberen Manual ein Percussionseffekt möglich. Das Register ist auf einem der zwei Zuriegelsätze. In den Lautstärken Normal und Soft erklingt der Effekt, wenn alle Tasten losgelassen werden. Im Hardrock wurden die Orgeln mit einem Gitarrenverstärker verstärkt, vorzugsweise von der Marke Marshall. Jon Lord prägte diese Spielweise.

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