Das Schlagzeug

Schlagzeug Keyvisual

Das Schlagzeug kombiniert mehrere Schlaginstrumente. Im Jahr 1887 wurde das Bass-Drum-Pedal von J.R.Olney erfunden. Ludwig & Ludwig Drum Company führte im Jahr 1918 das erste Schlagzeug in den Handel ein. Bekannte Hersteller sind Ludwig und Gretsch aus den USA, Premier aus Großbritannien und Sonor aus Deutschland. Die Notation wird im neutralen Notenschlüssel geschrieben.

Die Combi der Schlaginstrumente

Der Aufbau

Der gängige Aufbau besteht aus der Snare-Drum, der Bass-Drum, zwei kleinen Toms und einem Stand-Tom, einer Hi-Hat, einem Crash-Becken, einem Ride-Becken und optionaler Zusatz-Percussion wie einer Cowbell, einem Schellenkranz und einem Holzblock. Die Größen der Trommeln und Becken werden in Zoll gemessen. So ist der Klang der Trommeln von der Kesseltiefe abhängig.

Die Trommeln

Die Snare-Drum ist auch durch Militär- und Marschmusik bekannt. Ihren charakteristischen Klang erhält sie durch den gespannten Snareteppich, der aus mehereren, parallel gespannten Drähten besteht und an der Unterseite der Trommel befestigt ist. Die Basedrum wird mit einer Fußmaschine gespielt, die auch für den Zweck einer Double-Base-Funktion verwendet werden kann. Die TomToms bestehen aus einer Floortom, die ebenso wie die Basedrum auf dem Fußboden steht, und zwei Hängetoms, deren Durchmesser variieren. Auch die Anzahl der Toms variiert je nach Schlagzeuger und Musikstil. Rockmusik, Pop und Jazz kommen häufig mit zwei bis drei Toms aus, Jazzrocker und Heavy-Metal-Musiker spielen gerne bis zu acht Toms. Zwei Hängetoms mit zehn bis 13 Zoll und ein Stand-Tom mit 14-16 Zoll sind also regulär.

Die Becken

Die Beckenanzahl ist ebenfalls variabel. Fünf Beckentypen unterscheiden sich in ihrem Klang. Das Ride-Becken mit einem Durchmesser von 16 bis 24 Zoll kann mit einem Anschlag oder einem leichten Grundrauschen gespielt werden. Schlägt man die Kuppe an, ertönt ein glockenähnlicher Klang. Unterschiedliche Sonderformen in der Struktur des Beckens variieren den Klang ebenfalls. Ein Beckenpaar wird horizontal auf einem Ständer mit Pedal montiert und beschreibt die Hi-Hat. Auch hier können durch unterschiedliche Spielweisen variable Klänge erzeugt werden. Das Crash-Becken macht seinem Namen Ehre und wird gerne für laute Akzente gespielt. Es ist kleiner und dünner als das Ride-Becken und hat einen Durchmesser von 13 bis 20 Zoll. Besondere Becken sind das China-Becken mit einem Durchmesser von 14 bis 24 Zoll und das Splash-Becken mit sechs bis zwölf Zoll. Sie bestehen regulär aus Zusammenschmelzungen von Messing und Bronze, Kupfer-Nickel-Bronze und Zinn-Bronze. Auch geringe Silberanteile kommen vor.

Die Hardware

Zur Hardware des Schlagzeugs gehören die Fußmaschine, die Drumsticks – auch Schlägel genannt – und die Ständer. Je nach Größe der Trommeln können diese auf einzelnen Ständern oder einem Reck montiert werden. Die Felle der Toms gehören ebenfalls zur Hardware. Die Sticks bestehen meistens aus Holz und sind in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Für Jazzmusik werden auch gerne Besen verwendet. Rods aus gebündelten Holzstöckchen erzeugen einen leiseren Anschlag als gängige Holzsticks. Felle wurden früher aus Naturfell hergestellt, doch heutzutage bestehen sie aus zweilagiger Kunststofffolie. Die Veränderung der Fellspannung verändert auch die Tonhöhe. Aufgeraute Felle erzeugen einen wärmeren Klang der Trommel. Einlagige und mehrlagige Felle sind ebenfalls eine Auswahlmöglichkeit. Letztere haben einen gedämpfteren und tieferen Klang und sind stabiler. Für Hardrock und Metal sind sie besonders gut geeignet. Die aus Holz gefertigten Kessel sind meistens aus Ahorn gefertigt, weil der warme Klang. Birke ist in Tonstudios sehr beliebt, weil es die Höhen des Klangs hervorhebt. Buche, Pappel, Linde, Eiche und andere Hölzer sind Alternativen und auch Mischungen werden für den Kesselbau verwendet. Mahagoni reduziert die Höhen und betont die Tiefen des Klangs. Wenn sein Verlust im Kessel gering ist, wird auch der Trommelklang resonanter. Dies spricht für Qualität.

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Bildquelle: Blueslover