Folklore- und Folkinstrumente

Folk ist eine beliebte und besondere Kategorie der Musikgenres. Nicht nur die Optik, sondern auch der Klang der einzelnen Instrumente sind charakteristisch für diese vielseitige Musikrichtung. Im Folgenden werden einzelne Instrumente vorgestellt.

Die Hauptinstrumente des Folk

Eine ausführliche Auflistung

Zur ausführlichen Liste der Folkinstrumente gehören Harfen, Kinderharfen und Leiern, Lauten, Gitarrenlauten und Theorben, Romanische Gitarren, Renaissance- und Barockgitarren, Cistern, Drehleiern, die Irische Bouzouki, die Griechische Bouzouki, Baglamas, Griechische Tzouras, Griechische Lauten, die traditionelle Portugiesische Fado Gitarre, Portugese Viola, Tres, Cavaquinho, Mandolen, Mandoloncelli, Mandolinen, Octav-Mandoline, Dorma, Balalaikas, Guitalelen, Traditionelle Ukulelen, Rebec, Chinesische und Mongolische Instrumente, Singende Sägen, Banjo-Mischtypen, Bouzouki-Gitarren, Tenor- und Terz-Gitarren, Windglockenspiele, Kantelen, Monochorde, Psalter, Hackbretter wie die Santur, Zithern, Dulcimer, Ukulele-Mischtypen, Südamerikanische Instrumente, Shruti Boxen und Surpeti, die Indische Sitar, Gopichand, Indische Instrumente, Viola da Gamba und die Kurdisch Arabische Buzuq.

Das Banjo

Das Banjo wurde ursprünglich von afrikanischen Sklaven nach Nordamerika gebracht. Die Spießlaute ist der Ursprung des Banjos und auch andere afrikanische Instrumente gelten als Vorläufer dieses beliebten Instrumentes. Im Jahr 1678 wird das Banjo zum ersten Mal erwähnt und in verschiedenen Formen gebaut. Der runde, fellbespannte Rahmen des Korpus ist charakteristisch für dieses Instrument. Bluegrass, Country und traditionell irische Musik sind Genres, in denen das Banjo gespielt wird. Es wird meistens gezupft. Ihre hohe Saite ist auf G gestimmt und liegt als erste Saite vor der tiefsten Basssaite. Meistens haben Banjos fünf Saiten, manche verfügen aber auch über Vier Saiten. Tenor-Banjos werden seit dem Beginn de 20. Jahrhunderts gebaut und werden besonders gerne im Jazz gespielt. In Dixielandbands werden sie mit dem Plektrum gespielt. Sechs-saitige Banjo können Gitarristen das Spielen erleichtern, weil die Griffe nicht grundlegend neu gelernt werden müssen. Stimmung, Mensur und Hals sind identisch. Auch Banjo-Ukkulelen werden gebaut.

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Die Mandoline

Am meisten ist die Mandoline unter den Folk-Freunden verbreitet. Vier Dopplesaiten charakterisieren das beliebte Instrument. Ein tropenförmiger Korpus ohne Zargen beschreibt die klassische Mandoline. Es gibt Rundmandolinen und Flachmandlinen. Letzrere haben eine nur leicht gewölbte Deck und einen flachen Boden. Sie werden in Country und Bluegrass gespielt, in denen sich der F-Style verbreitet hat. Tonabnehmersysteme gewährleisten eine Verstärkung auf großen Bühnen.

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Die Laute

Bereits zwei Jahrtausende vor Christus wurde die Laute gespielt. Sie ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und kann als sieben-chörige Renaissance-Laute mit sechs Doppelsaiten gespielt werden. S gibt auch Lauten mit sieben Doppelsaiten und einer einzelnen Diskantsaite. Sie ist wie eine Gitarre gestimmt. Der muschelförmige Schallkörper ist charakteristisch für die Laute, die meistens aus Obstbaumhölzern wie Pflaume, Birne oder Kirsche gebaut wird. Auch Ahornholz, Blumenesche, Eibenholz, Palisander, Ebenholz, Schlangenholz und Elfenbein wurden vom 16. bis zum 18. Jahrhundert verwendet. Die Decke besteht aus Fichtenholz. Im Inneren des Instruments ist sie durch mehrere Balken unterteilt. Griffbrett und Decke liegen in einer Ebene. Die Saiten wurden in der Renaissance- und Barockzeit aus Schafdarm hergestellt. Sie werden in sogenannten Chören auf die Laute gespannt. Ihre Stimmung ist unterschiedlich. Bei Renaissance-Lauten steht die Terz-Quart-Stimmung mit den Intervallen  Quart – Quart – große Terz – Quart – Quart, also e' – h – fis – d – A – E oder g' – d' – a – f – c – G – F bei der Tenorlaute. Man kann sie mit einem Plektrum oder der bloßen Hand spielen.

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Die Balalaika

Die Balalaika ist das  wichtigste Instrument der russischen Folklore und hat klassischerweise drei Saiten. Sie besteht aus einem Korpus, der aus zwei Konstruktionsweisen gebaut werden kann: dem  Passierbskij-Stil und dem Nalimoff-Stil. Beim Passierbskij-Stil besteht der Korpus aus sieben Segmenten. So wurden die ersten chromatischen Balalaikas gebaut. Der  Nalimoff-Stil hingegen besteht aus sechs Segmenten. Die Prim-Balalaika verfügt außerdem über weitere Varianten. Konzertinstrumente haben bis zu 30 Bünde und Volksinstrumente nur 16. Sie haben also einen kleineren Tonumfang und das Schlagbrett fehlt. Es gibt sie auch in doppelchöriger Form mit sechs Saiten und einem vollen Klang, jedoch gleicher Stimmung. Die sechs Stimmlagen sind Piccolo, Prim, Sekund, Alt, Bass und eine für Kontrabass und Subkontrabass. So kommt die Balaika in Ensembles und in Orchestern zum Einsatz. Mit dem linken Daumen werden die tiefen Saiten von oben gespielt, sodass bei gleich bleibendem Fingersatz Melodiestimme und die dazu harmonierende Stimme gespielt werden können. Diese folgt der Melodie im Abstand einer Terz. Wenn der Daumen die beiden tieferen Saiten greift, spielen die vier übrigen Finger ohne Einschränkung den Melodielauf. Jeder Melodieton harmonisiert bei langsamen Passagen und schnellere Teile betonen jeden zweiten oder vierten Ton. Die Strichspielart wird mit der Kuppe  des rechten Zeigefingers gleichmäßig über alle Saiten aufwärts und abwärts geschlagen. Das Tremolo wird ebenso in schnellerem Tempo gespielt und das Pizzicato spielt sich abwärts  mit dem Daumen und aufwärts dem Zeigefinger.

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Die Harfe

Die Harfe ist ebenso beliebt bei den Folkfreunden. Die siebensaitige Kinderharfe und die 19-saitige, keltische Harfe sind nur eine Auswahl der verfügbaren Varianten. Auch 33 Saiten können durch die Hakenharfe gespielt werden. Weidenholz kann als Resonanzholz im 15. und 16. Jahrhundert zum Einsatz. Bekannte Harfen sind auch die Wolkenstein-Harfe und die Eisenach-Harfe sowie die Schoßharfe, die auch Bogenharfe genannt wird. Durch Schnarrer klingt das eher leise Instrument kräftiger. Die Pedalharfe galt im Jahr 1720 als Erfindung von Jacob Hochbrucker.

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Die Ukulele

Die Ukulele wird in unterschiedlichen Modellen mit verschiedenen Stimmlagen und Stimmungen gebaut. So gibt es die klassische Sopran-Ukulele. Sie ist 55cm lang und hat eine Saitenlänge von 35 cm. Die Sopranino-Ukulele, die Concert-Ukulele, die Tenor-Ukulele und die Bariton-Ukulele sind weitere Ausführungen. Fünf-, sechs- und achtsaitige Instrumente sind in verschiedenen Größen verfügbar, in Europa jedoch eher selten. Zwei gängige Stimmungen sind für Sopranino, Sopran, Concert und Tenor charakteristisch: Die sogenannte C-Stimmung g’-c’-e’-a’, die auch auch Hawaiische Stimmung genannt wird und die um einen Ganzton höhere, sogenannte D-Stimmung a’-d’-fis’-h’. Dies ist die Klassische Stimmung. Zeit und Region entscheiden über die Verbreitung der unterschiedlichen Stimmungen. In Europa ist die D-Stimmung populär, im angelsächsischen Raum hingegen die C-Stimmung. Die USA bevorzugt die D-Stimmung. Im Vergleich zur Gitarre ist die oberste, vierte Saite oktaviert und höher als die mittleren Saiten. Tenorukulelen können oft mit einer tiefen vierten Saite gestimmt werden. Die Bass-Ukulele ist seit neustem ebenso verfügbar.

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