Gesangsunterricht

Gesangsunterricht Keyvisual

Die wahrscheinlich älteste musikalische Ausdrucksform ist der Gesang. Zwercfell, Lunge, Stimmlippen, Stimmbänder im Kehlkopf und der Vokaltrakt oberhalb des Kehlkopfes erzeugen wie beim Sprechen einen Klang, der durch unterschiediche Stimmlagen variiert werden kann.

Wenn auch nicht jeder Mensch sofort die richtigen Töne treffen kann - singen und summen kann bereits jedes Kind, weil es eine Stimme hat.

Als Begleiter aller Lebenssituationen zeigen rituelle Gesänge, Kinderlieder, Arbeits- und Volkslieder einen Anfang der Vielfältigkeit dieses Instruments auf.

Drei Dinge werden im Gesangsunterricht vermittelt:

  1. Techniken, die die Stimme voller klingen lassen
  2. Objektives Feedback
  3. Möglichkeiten, die Stimme gesund zu halten

Techniken, die die Stimme voller klingen lassen

Die wichtigste Voraussetzung für eine kräftige und freie Singstimme ist Kondition. Regelmäßiger Gesangsunterricht verbessert die stimmliche Kraft, Ausdauer, Flexibilität und die Kontrolle über die Stimme und ihre einzelnen Bestandteile. Die Stimme kann in ihrer vollen Kapazität ausgeschöpft werden.

Objektives Feedback

Beim Singen hört man sich doppelt. Zum einen hört man sich über den Schallweg Mund zu Ohr (Übertragung der Schallwellen per Luft). Zum anderen hört man sich aber auch, wie der produzierte Ton durch das Innere des Körpers direkt ins Innenohr weitergeleitet wird (Schallweg: Kehlkopf zu Innenohr, Übertragung der Schallwellen durch körpereigene Vibrationen). Dadurch hört man sich selbst verzerrt. Im selbst wahrgenommenen Klang ist viel mehr Kraft, Tiefe und Wärme enthalten als in Wahrheit. Das ist der Grund, warum die eigene Stimmen auf dem Anrufbeantworter oder in einem Video fremd ist. Aufgrund dieser verzerrten Hörwahrnehmung ist ein Gesangslehrer die optimale Wahl, um objektiv Feedback über den Gesang zu erhalten. Sein trainiertes Gehör hört Fehler, die einem selbst nicht auffallen oder Dinge, die noch fehlen, um den Sound kräftig und voll zu machen.

Ein Gesangslehrer ist mehr als nur dein Extrapaar Ohren im Gesangsunterricht. Er macht auch auf kleine Dinge aufmerksam, die man gar nicht so wahrnimmt: Er kann die Haltung korrigieren, wenn sie für das Singen ungeeignet ist. Er kann darauf hinweisen, wann man von der Sängeratmung wieder in die ungünstige Hochatmung wechselt, oder ob man bei hohen Tönen den Kopf hebt (eine schlechte Angewohnheit, weil sie die vordere Halsmuskulatur überstreckt und durch die räumliche Nachbarschaft zum Kehlkopf direkt die Tongebung beeinflusst). Dieses externe Feedback ist eine hilfreiche Kontrolle des Singens.

Stimme gesund halten

Im Gesangsunterricht wird trainiert, die Stimme optimal und bewusst einzusetzen. Dadurch bleibt sie gesund. Stimmbänder können (noch) nicht ersetzt werden wie eine kaputte Gitarre. Selbst Blasen an den Fingern heilen nach überambitionierten Spielen schnell. Aber mit einer Stimmbandentzündung ist nicht zu spaßen, wenn gar für mehrere Monate die Stimme nicht genutzt werden kann. Auch aus diesem Grund ist es besonders wichtig, im Unterricht den geschulten Umgang mit seinem höchsten Gut zu erlernen, auf Atem- und Stütztechniken zu bauen und sich im Sinne des eigenen Wohls von seinem Lehrer leiten zu lassen.


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