Wunderkinder – junge Talente der Musik

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Die Definition eines Wunderkindes bezieht sich auf ausgeprägte Merkfähigkeit und die besondere Fähigkeit, komplexe Probleme schnell lösen zu können. Dies macht sich auf unterschiedlichen Gebieten bemerkbar. Im Jahr 1721 Immanuel Kant das Wunderkind Christian Heinrich Heineken ein' frühkluges Wunderkind von ephemerischer Existenz'. Heineken konnte bereits im Alter von zwei Jahren Lateinisch und Französisch. Heute wird der Begriff in den Medien verwendet.

Begeisterte Kinder begeistern

Wunderkinder der Musik

Kinder mit einem absoluten Gehör werden ebenfalls zu den Wunderkindern gezählt. Ob Erziehung und Training weitere Faktoren sind, die das Talent jedes einzelnen Kindes beeinflussen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Sicherlich sind die eigene Neugierde und Motivation des Kindes auch Faktoren, die die besonderen Fähigkeiten beeinflussen.

Wunderkinder der Vergangenheit

Nicht nur Wolfgang Amadeus Mozart komponierte bereits im Kindesalter Meisterwerke. Auch Ludwig van Beethoven hielt sein Klavierspiel für wichtiger als die Schule und gab im Alter von acht Jahren am 26.3.1778 sein erstes Konzert in Bonn. Johannes Brahms stammte aus einer Bauern- und Handwerksfamilie und gab als Sohn eines Musikers mit zehn Jahren sein erstes, öffentliches Konzert. Frédéric Francois Chopin komponierte bereits im Alter von sieben Jahren und auch Georg Friedrich Händel war erst neun Jahre alt, als er begann, Kantaten zu komponieren. Im Alter von zwölf Jahren spielte er am preußischen Hof in Berlin und begeisterte bis zu seinem Lebensende Könige von Preußen mit seiner Musik. Franz Liszt brachte sich mit Siebenjahren selbst das Notenlesen- und Schreiben bei und auch Felix Medelssohn Bartholdy gehört zur Rieg der Wunderkinder.

Wunderkinder heute

Die Klassikbranche hebt ihre jungen Talente durch Agenturen und Plattenverträgen hervor. Die Juilliard School formt ihre Talente, EMI fördert die junge Geigerin Sarah Chang und auch die Sopranistin Sandra Schwarzhaupt schreibt frühe Karrieregeschichte. Alma Deutscher ist mit ihren elf Jahren eine junge Opernkomponistin. Doch nicht nur Kinder, deren musikalisches Talent in die Wiege gelegt worden ist, gehören zu ihnen. So entdeckte ein junger, vorher unmusikalischer Junge nach einem Sportunfall die Musik als neue Leidenschaft für sich. Connor Hamilton versuchte vor seinem Unfall, Klavierspielen zu lernen, doch vergeblich. Nun beherrscht er 13 Instrumente wie Gitarre, Klavier, Ukulele, Mandoline, Karimba, Akkordeon und den schottischen Dudelsack. Connors Arzt erklärt dieses Phänomen mit der Tatsache, dass sich sein Gehirn nach dem Unfall neu vernetzt habe.

Belastung oder Freude?

Wer mit einem labilen Wunderkind schwarze Zahlen schreiben möchte, wird kein Glück haben, da sind sich Experten einig. Schließlich hängt bei einem Plattenvertrag ein Geschäft dahinter. Darüber hinaus geht es um die persönliche Entwicklung des Kindes. Sollte die Karriere nicht wie geplant verlaufen, muss es aufgefangen werden. Nachwuchswettbewerbe wie 'Jugend musiziert' suchen dennoch immer wieder nach neuen, jungen Talenten.

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